06.12.2012

Eintracht II erzittert 6:5 Sieg in Wiesbaden - Last-Minute-Winner durch Wigh

Am vergangenen Sonntagabend, den 02.12.12, kam unter freiem Himmel „Winter-Classic“ – Feeling auf, als die Eisadler zum letzten Punktspiel des Jahres bei den „Wiesbaden Ice Tigers“ gastierten.

Am vergangenen Sonntagabend, den 02.12.12, kam unter freiem Himmel „Winter-Classic“ – Feeling auf, als die Eisadler zum letzten Punktspiel des Jahres bei den „Wiesbaden Ice Tigers“ gastierten. Coach Frick hatte drei ausgeglichene Reihen formiert, um von der ersten Minute an offensiv zu agieren und den Gegner bereits beim Spielaufbau unter Druck zu setzen. Den ersten Treffer des Spiels erzielten jedoch prompt die Ice Tigers, als sie in der zweiten Minute einen verunglückten Aufbaupass abfingen und Goalie Maxi Motsch mit einen gezielten Schuss aus kurzer Distanz überwanden. Die Adler zeigten sich jedoch unbeeindruckt, denn bereits im nächsten Shift erzielte Patrick Schoch durch einen „great individual effort“ postwendend den Ausgleich, als er mehrfach nicht von der Scheibe zu trennen war und diese erst freigab, nachdem sie die Torlinie überquert hatte. Der gleiche Spieler sorgte aus Sicht der Adler auch für den negativen Höhepunkt des Drittels, als er ein offensichtliches Foul des Gegners an Wigh monierte. Der Unparteiische bezog die unschönen Worte Schochs auf sich und sprach daraufhin eine Matchstrafe aus.– one one, after one –Im zweiten Drittel zeigte das Team um Kapitän Geiser nun seine beste Leistung des Tages. Den Führungstreffer zum 2:1 erzielte Fabian Kipple, als er im Gewühl am schnellsten reagierte und den Puck ins leere Tor schob. Kurz darauf folgte das 3:1 durch Patrick Maisner, der von einem Kraftakt Levon Laufous profitierte. Dieser war mit Puck vor das Tor gezogen, wo er von zwei Verteidigern und dem Torhüter zu Boden gearbeitet wurde. Trotzdem behielt er die Übersicht und schob die Scheibe in den Slot, wo Maisner lauerte und den Puck über den Goalie ins Tor hob. Das 4:1 erzielte wiederum Kipple, der mit diesem Doppelpack seinen langen scoring slump eindrucksvoll beendete. Da es aufgrund der guten Leistung im zweiten Drittel in der Pause wenig zum Spiel zu besprechen gab, nutzte Frick die Gelegenheit, um dem Team mitzuteilen, dass er der Mannschaft seine spielerischen Fähigkeiten nicht länger vorenthalten und fortan als Spielertrainer agieren möchte. Von der Comeback-Mitteilung des Coachs offenbar beeindruckt, zeigten sich die Spieler der Eintracht zu Beginn des letzten Drittels unkonzentriert. In Folge dessen produzierte man Fouls, welche nicht mit einer zweiminütigen Strafe, sondern jeweils mit einem Penalty Shot geahndet wurden. Insgesamt musste sich Goalie Motsch fünfmal im 1:1 gegen einen Wiesbadener Stürmer auszeichnen. Nachdem er im Laufe der Partie bereits vier Schützen pariert hatte, wurde er beim fünften Mal dann überwunden. Mit diesem Treffer war das Momentum plötzlich auf Seiten der Ice Tigers, die innerhalb von vier Minuten die Partie zum 4:4 ausglichen. „Ja, Kruzifix“, entwich es Frick, der den sicher geglaubten Sieg schwinden sah. Der zweite Doppeltorschütze des Tages, Patrick Maisner, kanalisierte seinen Ärger über den Ausgleich jedoch in eine schöne Einzelleistung, als er seine Schnelligkeit nutzte und zwischen zwei Ice-Tigers-Verteidigern durchlief und den Puck „short-side-top-shelf“ zum 5:4 unter die Latte schoss. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange, denn die Ice-Tigers glichen fünf Minuten vor dem Ende erneut aus. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide und man merkte beiden Teams an, dass sie den Sieg in der regulären Spielzeit einfahren wollten. Dies gelang dann den Eisadlern, als sie einen Minute vor dem Ende das Siegtor erzielten. Der Kapitän des Teams, Christoph Geiser, tat das, was von einem Führungsspieler erwartet wird: Er machte etwas Spielentscheidendes. Geiser nahm einen Pass von Wigh an der Mittellinie auf, skatete am rechten Flügel Richtung Tor und schoss. Der Goalie konnte nur abprallen lassen, was Wigh entschlossen und eiskalt zum game-winning-goal ausnutzte. Kurz darauf erlöste der Schlusspfiff die Eisadler, die es sich im letzten Drittel noch einmal unnötig schwer gemacht hatten. Einer der ersten Gratulanten bei Motsch war der etatmäßige Starter Terence Kleian, der mit der Leistung seines „Padawans“ so zufrieden war, dass er auf den geplanten Goaliewechsel zur Hälfte der Spielzeit gerne verzichtete.Mit diesen drei Punkten verabschiedet sich die „Kleine Eintracht“ in die Punktspiel-Weihnachtspause und hat nach zwei Spielen nun 6 Punkte auf der Habenseite.     Es spielten für die Eintracht:S: Patrick Maisner – Leif Meffert – Levon LaufouS: Phillip Conrad – Christoph Geiser – Fabian KippleS: Daniel Rohn – Marcus Wigh – Patrick SchochV: Christian Emmert – Andrej VachnovanV: Marvin Idel – Tomica KompesV: Igor Ebert – Steven Giunta G: Maxi MotschG: Terence Kleian (LM/PM)