Am Mittwochabend, dem 30.01.13, war die Eintracht II in Mainz bei den „Wölfen“ zu Gast. Bei der Zusammenstellung der Reihen war Coach Julian Frick, der in dieser Saison auf einen tiefen Mannschaftskader zurückgreifen kann, diesmal nicht zu beneiden.Denn im Vorfeld der Partie hatten bereits die Stammkräfte Patrick Maisner, Fabian Kipple und Christoph Geiser krankheitsbedingt absagen müssen. Am Spieltag selbst mussten kurzfristig auch noch Sascha Piekorz, Christian Emmert und Steven Giunta passen, weshalb sich ein bunt gemischter Kader mit nur 5 Verteidigern in der Sanitätsraumumkleide in Mainz einfand. Das Motto des Abends in neu formierten Reihen lautete deshalb: „keep it simple“!Einfach machte es die Eintracht allerdings zunächst nur dem Gegner, der durch ein Foul und den fälligen Penalty-Shot zur 1:0 Führung gelangte. Ein „simpler“ Spielzug brachte kurz danach dann aber den Ausgleich. Meffert spielte den Puck über die Bande in die neutrale Zone, wo er von Tomica Kompes aufgenommen wurde. Kompes fuhr entschlossen ins Drittel der Wölfe und erzielte mit einem harten Schuss gegen die Bewegungsrichtung des Mainzer Goalies das 1:1. Etwas komplizierter bereitete kurz darauf Verteidiger Marvin Idel das 2:1 vor. Er zündete im eigenen Drittel seine schnellen Beine und sprintete von coast-to-coast in das Drittel der Gegner, wo er einem Foul und drei Gegenspielern widerstand und den Puck passgenau in den Slot zu Leif Meffert spielte, der zum 2:1 vollendete. Das Eintracht-Team hatte nun das Momentum auf seiner Seite und nutzte es in Form zweier Tore. Das 3:1 war eine Gemeinschaftsproduktion der beiden „Rookies“ Fritsch und Weber, die sich zu Saisonbeginn der Eintracht angeschlossen hatten. Markus Weber eroberte den Puck in der Angriffszone und passte per Rückhand in den hohen Slot, wo Patrick Fritsch per Direktabnahme vollstreckte. Kurz darauf fing Center Niklas Laue einen Aufbaupass des Gegners in der Angriffszone ab und sah sich nach einem freien Mitspieler um. Da er keinen fand, umkurvte er das Tor und hatte im Bullykreis plötzlich freies Schussfeld, was er mit einem gezielten Handgelenksschuss zum 4:1 ausnutzte. Im zweiten Drittel kamen die Frankfurter früh durch ein an Marcus Wigh verübtes Foul zu einem Penalty-Shot. Wigh zog einen flüssigen Forehand-Backhand-Forehand-Deke aus der Trickkiste, ließ dem Torwart keine Chance und erzielte sehenswert das 5:1. Die Adler spielten angesichts der klaren Führung nun phasenweise zu euphorisch und vernachlässigten ein wenig die Defensive, was den Mainzer Wölfen ein 2 auf 0 gegen den soliden Goalie Maxi Motsch einbrachte. Nachdem Motsch bereits ein paar gute Saves auf seinem Konto – in Eishockeyfachkreisen auch KD-Bilanz genannt - hatte, musste er sich dieser Überzahlsituation geschlagen geben, als die Gastgeber das 5:2 erzielten. Das alte 4-Tore-Polster stellte kurz darauf Verteidiger Thomas Merz wieder her, indem er einen Pass von Philipp Conrad zum 6:2 verwertete. Drei Minuten vor der zweiten Drittelpause kam Schott noch einmal auf drei Tore heran, als die Mainzer ihren zweiten Penalty-Shot zum 6:3 nutzten.In der letzten Drittelpause riefen Frick und der mitgereiste Kapitän Christoph Geiser, der an der „blauen Bande“ 60 Minuten engagiert Anweisungen gab, das Team noch einmal dazu auf, in den letzten 20 Minuten taktisch disziplinierter zu spielen und die bis dato hoch verdiente Führung nicht mehr zu gefährden. Diese Ermahnungen erwiesen sich unmittelbar als gerechtfertigt, denn die Mainzer begannen das Schlussdrittel engagiert und schickten ihre Leistungsträger nun in jeder zweiten Schicht aufs Eis, um die drei Punkte vielleicht doch noch in der Pfalz zu behalten. Doch die Adler hielten mit der eingeforderten Disziplin und Einsatz dagegen und konnten 5 Minuten vor dem Ende durch einen flachen Schlagschuss von Patrick Schoch auf 7:3 erhöhen. Das Spiel war nun entschieden, auch wenn die Wölfe kurz vor dem Ende noch auf 7:4 verkürzen konnten. Mit dem fünften Sieg im fünften Spiel ist die Bilanz der kleinen Eintracht damit weiterhin makellos, und wenn sich das Lazarett der Frankfurter hoffentlich bald wieder leeren sollte, dann ist man mit Sicherheit für die weiteren Begegnungen bestens gerüstet. (LM) Es spielten für die Eintracht II:S: Marcus Wigh – Niklas Laue – Leif MeffertS: Phillip Conrad – Julian Frick – Patrick SchochS: Daniel Rohn – Patrick Fritsch – Markus Weber V: Thomas Merz – Andrej VachnovanV: Marvin Idel – Tomica KompesV: Igor Ebert G: Maxi Motsch Backup: Sören Löbrich
01.02.2013

