12.02.2012

Eintracht verliert 3:11 in Kassel

Ein schwaches Drittel kostet ein deutlich besseres Ergebnis

Die Eishockey-Herren unterlagen vor 1.000 Zuschauern in den Play-Off-Spielen der zweiten Garde der Kassel Huskies zwar mit 3:11, konnten das Spiel aber über zwei Drittel ausgeglichen gestalten.

Es war ein merkwürdiger Tag für die Eishockeymannschaft der Frankfurter Eintracht. Eigentlich begann alles ganz normal, der planmäßigen Abfahrt zum Play-Off-Halbfinalspiel bei den Kassel Huskies 1b von der Frankfurter Eissporthalle folgte ein kleiner Zwischenstop am Flughafen, um Stürmer Viktor Leip einzusammeln, der von einem Kurztrip aus London zurückkehrte. Kaum saßen wieder alle im Bus, streikte selbiger und war auch trotz mehreren Versuchen des Fahreres nicht mehr dazu zu bewegen, anzuspringen. So wurden einige Fluggäste Zeuge des verzweifelten (oder doch eher skurilen) Versuchs einiger SGE-Cracks, dass mit Eintracht-Schriftzug und Adler verzierte Gefährt anzuschieben, was letztlich aber zum Scheitern verurteilt war. Es mußte ein Ersatzbus her, dieser erreichte dann auch gegen 16 Uhr den Busbahnhof des Airports und die Reise nach Nordhessen konnte mit einer guten Stunde Verspätung losgehen – kurz nach 18 Uhr und damit immer noch rechtzeitig zum Spielbeginn fuhr der Eintracht-Bus schließlich an der Kasseler Eissporthalle vor.Zum Spiel: im ersten Abschnitt bestätigte die Eintracht die Befürchtungen von Huskies-Trainer Mokros, der der SGE im Vorfeld eine starke Defensive bescheinigte und vor den gefährlichen Kontern der Eintracht warnte, daher ging es trotz optischer Überlegenheit der Huskies auch nur mit einem 2:2 in die erste Pause, Steffen Schlicht konnte zwei Breaks erfolgreich für die SGE abschließen. Die Eintracht ließ sich auch durch die beeindruckende und ungewohnte Kulisse – 1000 Zuschauer dürften für ein Heimspiel einer 1b-Mannschaft in dieser Saison bundesweit rekordverdächtig sein – nicht aus der Ruhe bringen, und spielte sehr diszipliniert und abgeklärt mit. Anscheinend muss es in der Pause in der Kasseler Kabine ordentlich „geraucht“ haben, denn die Huskies kehrten deutlich engagierter aufs Eis zurück, während die Eintracht unverständlicherweise plötzlich viel zu unkonzentriert zu Werke ging. Entsprechend endete dieser Abschnitt mit 7:0 für den ECK und es ging mit einem 2:9 aus Sicht der Adlerträger in die zweite Pause. Im letzten Abschnitt besann sich die Eintracht wieder auf ihre Tugenden und konnte – nach zwei weiteren Treffern der Huskies – erneut durch Steffen Schlicht das Ergebnis auf 3:11 begrenzen. Wieder einmal hat man 40 Minuten gegen die Kassel Huskies sehr ordentlich dagegen gehalten, und wie in den vergangenen Partien war es ein einziges schwaches Drittel, dass das Ergebnis in letztlich unverdiente Höhen schraubte.Am Riederwald ist man realistisch genug, um zu wissen, dass es auch im Rückspiel am 4. März nur darum geht, das Top-Team aus Kassel so lange wie möglich zu ärgern, und wenn man es schafft, nicht nur zwei Drittel lang, sondern eine komplette Begegnung die Konzentration hoch zu halten, so sollte auch ein freundlicheres Ergebnis herausspringen.