29.11.2010

Erstes Eishockeyderby nach 25 Jahren

Das Highlight der Hessenliga für Fans und Spieler

25 Jahre mussten die Fans auf beiden Seiten warten, um den Klassiker Eintracht gegen Kassel hautnah miterleben zu dürfen. Eintracht gegen Kassel, für die Fans auf beiden Seiten ein richtiger Eishockeyleckerbissen, der Nichts für schwache Nerven ist. In Kassel ergab sich nach dem Rückzug aus der DEL in der Hessenliga ein echter Kult um die nunmehr ganz lokalen Huskies, die zu Recht wieder nach höherem StrebenDiese Spiel warf schon Wochen vor dem Aufeinandertreffen seine Schatten voraus. Trainer Daniel Heinrizi hatte seine Mannen auf dieses Spiel optimal vorbereitet. Mit speziellen Übungseinheiten und konsequenten Training tat man alles mögliche, um den Weg nach Kassel topfit anzutreten. Entsprechend waren die Erwartungen in der mit über 5000 Zuschauern ausverkauften Kasseler Eisarena.Es begann ein spannungsgeladenes Spiel auf Augenhöhe, in der die Stimmung der Fans von Anfang an auf dem Siedepunkt war. Die Eintracht lies sich von der elektrisierenden Atmosphäre nicht irritieren und spielte von Beginn an leidenschaftlich mit. Den frühen Rückstand steckte die Eintracht locker weg und hatte selbst einige hochkarätige Chancen.
Leider konnte die Eintracht diese nicht im ersten Drittel nutzen, um so den Druck auf die Kasseler zu erhöhen. In Unterzahl kassierten die Adler kurz vor Drittelende das 0:2. Doch mit so viel Ehrgeiz, Einsatz und Kampfgeist hatten die Kasseler nicht gerechnet.Das zweite Drittel hatte dann alles, was sich Eishockeyfans wünschen: harter Körpereinsatz, Faustkämpfe und leidenschaftliches Spiel von beiden Seiten. Der Heuboden, die Stätte der engsten Kasseler Fans brodelte und die Eintracht tat einiges dafür, dass sich die Nerven der Kasseler nicht beruhigten. Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte sich der Kapitän der Huskies auf Grund des körperbetonten Einsatz von Dennis Straube nicht beruhigen und ließ die Fäuste fliegen. Ergebnis: Drei Spieldauerdisziplinarstrafen, davon zwei gegen die Eintracht. Dies hatte zur Folge, dass Trainer Daniel Heinrizi eine taktischen Aufstellungsänderung vornehmen musste. Die Eintracht lies sich jedoch nicht verunsichern und spielte weiterhin konzentriert. Dennoch konnten die Kasseler auf 3:0 und zum Ende des Drittels gar auf 4:0 erhöhen. Die Eintracht kämpfte, konnte aber einfach nicht den Abschluss finden.Im dritten Drittel wollten die „Offiziellen“ dann die Emotionen „abkühlen“ und verteilten einige Strafen. Die Eintracht geriet hierdurch immer wieder in Unterzahl und tat sich nun doch sehr schwer dem Tempo der "Schlittenhunde" zu folgen.Bis zur Hälfte des letzten Drittel versuchten die Eisadler alles, um noch "das Maß aller Dinge neu zu defnieren“. Aber es sollte leider anders kommen und die Kasseler konnten auf 5:0, dann kurz darauf auf das halbe Dutzend und schließlich zum Endstand von 7:0 erhöhen.Alles in allem ein sehr gelungener Auftritt der Eisadler; wenn man die spezielle Atmosphäre berücksichtigt. Für die Frankfurter war es der Höhepunkt der Saison und man blickt sehr positiv auf die Stimmung und das Spiel zurück. Denn nicht nur den Spielern wurde alles abverlangt, nein auch den Fans wurde alles geboten und gezeigt, wie attraktiv Eishockey und die Hessenliga ist. Die zusätzliche Musikeinlage nach dem Spiel war dann noch der krönende Abschluss eines unvergesslichen Abends, den die Frankfurter genossen. Das unsportliche Verhalten einiger weniger Spieler der Kasseler nach dem Spiel konnte den Gesamteindruck nicht trüben, obwohl die Eisadler gerne die Initiative "LOVE ROCKS" dem Kasseler Publikum vorgestellt hätten.Besonders erfreut waren die Eisadler über die knapp 100 mitgereisten Eintracht-Fans. Der Dank gilt auch dem Eintracht-Hauptverein für die tolle Unterstützung und Zusammenarbeit.Das komplette Eishockeyteam der Eintracht unterstützt die Initiative LOVE ROCKS.